Konstantmotor A2FM

1. Axialkolben-Konstantmotor A2FM in Schrägachsenbauweise, geeignet für hydrostatische Antriebe in offenen und geschlossenen Stromkreisen.

2. Einsatz in mobilen und industriellen Anwendungen

Die Ausgangsdrehzahl hängt von der Förderleistung der Pumpe und dem Schluckvolumen des Motors ab.

Das Drehmoment steigt mit der Druckdifferenz zwischen Hoch- und Niederdruckseite und mit zunehmendem Verdrängungsvolumen.

5. Die sorgfältige Auswahl der angebotenen Verdrängung ermöglicht es, die Bauigrößen an praktisch jede Anwendung anzupassen

Einteilige Kolben mit Kolbenringen

Detaillierte Beschreibung

Der A2FM ist ein Konstantmotor in Schrägachsenbauart mit Axialkolben, der speziell für den Einsatz in hydrostatischen Antrieben sowohl im offenen als auch im geschlossenen Kreis entwickelt wurde. Seine Schrägachsenkonstruktion optimiert den Wirkungsgrad der Leistungsübertragung, reduziert den internen mechanischen Verschleiß und sorgt für einen stabilen Betrieb in verschiedenen Kreislaufsystemen, wodurch den unterschiedlichen Anforderungen von Hydraulikantriebsanwendungen Rechnung getragen wird. Dieser Motor ist sowohl für mobile als auch für industrielle Anwendungsbereiche weit verbreitet, darunter Baumaschinen, landwirtschaftliche Geräte, industrielle Hydraulikaggregate und andere Ausrüstungen, die eine zuverlässige Hydraulikleistung erfordern, und passt sich sowohl rauen mobilen Arbeitsumgebungen als auch stabilen industriellen Betriebsbedingungen gut an. Die Abtriebsdrehzahl des A2FM-Motors hängt von der Förderleistung der passenden Pumpe und dem eigenen Schluckvolumen des Motors ab – eine höhere Pumpenförderleistung oder ein kleineres Motorvolumen führt zu einer höheren Abtriebsdrehzahl, wodurch eine flexible Anpassung an unterschiedliche Drehzahlanforderungen ermöglicht wird. Sein Drehmoment steigt mit der Druckdifferenz zwischen Hoch- und Niederdruckseite sowie mit zunehmendem Schluckvolumen, was ausreichend Leistung garantiert, um schwere Lasten stabil anzutreiben. Eine sorgfältige Auswahl der verfügbaren Schluckvolumenoptionen ermöglicht es, die Motorbaugrößen exakt an praktisch jede Anwendung anzupassen, was die Vielseitigkeit erhöht. Darüber hinaus verfügt er über einstückige Kolben mit Kolbenringen, was die Dichtungsleistung verbessert, die interne Leckage reduziert und die Haltbarkeit sowie Betriebssicherheit des Motors erhöht.

Auswahl und Preisanfrage

Diese Motorenserie sollte anhand des erforderlichen Drehmoments, der Drehzahl und der Einschaltdauer ausgewählt werden. Bestätigen Sie vor der endgültigen Auswahl das Schluckvolumen, den Betriebsdruck, ggf. die Leckölführung, die Anbindungsschnittstelle und die Fluidbedingungen.

Angaben für Ihre Angebotsanfrage

  • Erforderliches Drehmoment und Drehzahl bei Arbeitsdruck
  • Bevorzugter Hubraum oder berechneter Hubraum
  • Befestigungsflansch, Welle und Anschlusslage
  • Einsatzdauer, Medium, Temperatur und Betriebsumgebung

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Technische Daten

Hydraulikflüssigkeit

Der Konstantmotor A2FM ist für die Verwendung mit Mineralöl geeignet.

Viskositätsbereich

Wir empfehlen eine Viskosität (bei Betriebstemperatur) für eine optimale

Effizienz- und Lebensdauerzwecken

VOPt= optimale Viskosität 16...36 mm2/s

Wählen Sie unter Berücksichtigung der Umlaufreißtemperatur (geschlossener Kreislauf) und der Behältereinlasstemperatur (offener Kreislauf).

Grenzen des Viskositätsbereichs

Für extreme Fälle gelten folgende Werte:

Vmin.=5mm2/s
kurzzeitig (t < 3 Min.) bei max. zulässiger Temperatur
tMax=115℃

VMax= 1600 mm2/s
kurzfristig (t < 3 min) mit Kaltstart (P < 3 MPa),
n≤1000rpm  tmin.=-40℃)

Beachten Sie, dass die maximale Hydraulikflüssigkeitstemperatur auch lokal (z. B. im Lagerbereich) nicht überschritten werden darf. Die Temperatur im Lagerbereich ist – abhängig von Druck und Drehzahl – bis zu 12 K höher als die durchschnittliche Gehäusespültemperatur.

Auswahldiagramm

Details zur Auswahl von Hydraulikflüssigkeit

Die richtige Wahl der Druckflüssigkeit erfordert die Kenntnis der Betriebstemperatur in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur: in einem geschlossenen Kreis die Umpaßtemperatur, in einem offenen Kreis die Tanktemperatur.

Die Hydraulikflüssigkeit sollte so ausgewählt werden, dass die Betriebsviskosität innerhalb des Betriebstemperaturbereichs im óptimalen Bereich (υ opt) liegt (siehe markierter Bereich des Auswahldiagramms). Wir empfehlen, jeweils den höchsten möglichen Viskositätsbereich zu wählen.

Bei einer Umgebungstemperatur von X℃ stellt sich im Kreislauf eine Betriebstemperatur von 60℃ ein. Im optimalen Betriebsviskositätsbereich (υ opt; schraffierter Bereich) entspricht dies den Viskositätsklassen VG 46 oder VG 68; auszuwählen ist: CG 68

Bitte beachten Sie: Die Leckageflüssigkeitstemperatur, die durch Druck und Drehzahl beeinflusst wird, ist immer höher als die Umwälztemperatur oder Tanktemperatur. An keinem Punkt im System darf die Temperatur höher als 115℃ sein.

Filtration

Je feiner die Filtration, desto sauberer das Fluid und desto länger die Lebensdauer

der Axialkolbeneinheit.

Um die ordnungsgemäße Funktion der Axialkolbeneinheit zu gewährleisten, muss die Reinheit der Hydraulikflüssigkeit mindestens betragen.

20/18/15 nach ISO 4406.

Bei sehr hohen Hydraulikflüssigkeitstemperaturen (90 °C bis max. 115 °C) ist eine Sauberkeitsklasse von mindestens.

Gemäß ISO 4406 ist 19/17/14 erforderlich.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn diese Sauberkeitsgrade nicht erreicht werden können.

Betriebsdruckbereich

Maximaler Druck an Anschluss A oder B

(Druckangaben nach DIN 24312)

Wellenende A,Z Wellenende B, P
Nenndruck PN 40 MPa 35 MPa
Spitzendruck PMax 45 MPa 40 MPa
Summationsdruck (A+B) 70 MPa 70 MPa

Bitte beachten: an den Wellenenden Z und P ein Nenndruck von PN= 31,5 MPa (PMax=35MPa) ist für das Wellenende der angetriebenen Welle zulässig, das einer Querbiegung ausgesetzt ist (Ritzel, Keilriemen) !

Größe 56 mit Wellenende Z:PN= 35 MPa, PMax=40MPa

Bei pulsierender Belastung über 31,5 MPa empfehlen wir die Ausführung mit Kerbverzahnung A oder Kerbverzahnung Z (Baugrößen 45).

Fließrichtung

Geschwindigkeitsbereich

Keine Begrenzung der Mindestdrehzahl nmin.. Wenn eine gleichförmige Bewegung erforderlich ist,min. darf 50 U/min nicht unterschreiten.

Wellendichtring

zulässige Druckbelastung

Die Standzeit des Wellendichtrings unter Druck wird durch die Drehzahl des Motors und den Lecköldruck beeinflusst. Die zulässige Belastung bei intermittierendem Lecköldruck hängt von der Drehzahl ab (siehe Diagramm). Kurzfristige (t<5 min) Druckspitzen von bis zu 1 MPa absolut sind zulässig.

Der durchschnittliche permanente Gehäuseleckagedruck darf 0,3 MPa absolut nicht überschreiten.

Der Druck im Gehäuse muss gleich dem oder größer als der externe Druck auf die Wellendichtung sein.

Temperaturbereich

Der FKM-Wellendichtring ist für einen Gehäusetemperaturbereich zulässig

von -25 °C bis +115 °C

TaWertetabelle (theoretische Werte, ignorierend ηmin. und ηv; gerundete Werte

Größe 10 12 16 23 28 32 45
Verschiebung Vg mL/r 10.3 12.0 16.0 22.9 28.1 32 45.6
Höchstgeschwindigkeit nMax min.-1 8000 8000 8000 6300 6300 6300 5600
nHöchstlimit1) min.-1 8800 8800 8800 6900 6900 6900 6200
Maximaler Durchfluss. qVmax l/min 82 96 128 144 176 201 255
Drehmomentkonstanten TK Nm/MPa 1.64 1.9 2.5 3.6 4.45 5.09 7.25
Drehmoment bei Δp=35 MPa T Machs gut 57 67 88 126 156 178 254
Δp = 40 MPa T Machs gut 65 76 100 144 178 204 290
Füllmenge L 0.17 0.17 0.17 0.20 0.20 0.20 0.33
Massenträgheitsmoment
um die Ausgangswelle
J kgm2 0.0004 0.0004 0.0004 0.0012 0.0012 0.0012 0.0024
Masse (ca.) kg 5.4 5.4 5.4 9.5 9.5 9.5 13.5
Größe 56 63 80 90 107 125 160 180
Verschiebung Vg mL/r 56.1 63.0 80.4 90.0 106.7 125.0 160.4 180.0
Höchstgeschwindigkeit nMax min.-1 5000 5000 4500 4500 4000 4000 3600 3600
nHöchstlimit1) min.-1 5500 5500 5000 5000 4400 4400 4000 4000
Maximaler Durchfluss. qVmax l/min 280 315 360 405 427 500 577 648
Drehmomentkonstanten TK Nm/MPa 8.9 10.0 12.7 17.0 19.9 25.4 28.6 31.8
Drehmoment bei Δp=35 MPa T Machs gut 312 350 445 501 595 697 889 1001
Δp = 40 MPa T Machs gut 356 400 508 572 680 796 1016 1144
Füllmenge L 0.45 0.45 0.55 0.55 0.8 0.80 1.1 1.1
Massenträgheitsmoment
um die Ausgangswelle
J kgm2 0.0042 0.0042 0.0072 0.0072 0.0116 0.0116 0.0220 0.0220
Masse (ca.) kg 18 18 23 23 32 32 45 45

1) Periodische Höchstdrehzahl: Überdrehzahl beim Entleeren und Nachlaufvorgänge, t < 5 Sek. und Δp < 15 MPa.

Bestimmung der Größe

Fluss qv=(Vg∙n)/(1000∙ηv) [l/min] Vg= Verdrängung pro Umdrehung in mL/U
Δp = Differenzdruck in MPa
n = Drehzahl in U/min
ηvVolumetrischer Wirkungsgrad
ηmhMechanisch-hydraulischer Wirkungsgrad
ηt= Gesamteffizienz
Geschwindigkeit n=(qv∙1000∙ηv)/Vg U/min
Drehmoment T=(Vg∙ Δp∙ηmh)/20π [Nm]
Macht P=(2π∙T∙n)/60000=(qv∙Δp)/(600∙ηt) [KW]

Zulässige Radial- und Axialbelastung der Antriebswelle

Die angegebenen Werte sind Höchstwerte und gelten nicht für den Dauerbetrieb

Größe 10 12 16 23 28 32 45 56
Radiale Kraft, max.1)
in der Entfernung a
(von Stellring)
FQmax N 2350 2750 3700 4300 5400 6100 81502) 92002)
a mm 16 16 16 16 16 16 18 18
Axialkraft, max.3) +FAch, Max N 320 320 320 500 500 500 630 800
-FAch, Max N 320 320 320 500 500 500 630 800
Zulässige Axialkraft / MPa
Betriebsdruck
±Fax pro/MPa N/MPa 30 30 30 52 52 52 70 87
Größe 63 80 90 107 125 160 180
Radiale Kraft, max.1)
in der Entfernung a
(von Stellring)
FQmax N 10300 115002) 12900 13600 15900 18400 20600
a mm 18 20 20 20 20 25 25
Axialkraft, max.3) +FAch, Max N 800 1000 1000 12500 1250 1600 1600
-FAch, Max N 800 1000 1000 12500 1250 1600 1600
Zulässige Axialkraft / MPa
Betriebsdruck
±Fax pro/MPa N/MPa 87 106 106 129 129 167 167

während des Aussetzbetriebs

2) zulässige max. Radialkraft bei Wellenende Z: Fq max = 6500 N

3) max. zulässige Axialkraft im Stillstand oder bei drucklosem Betrieb der Axialkolbeneinheit

4) im Stillstand oder wenn die Axialkolbeneinheit drucklos arbeitet. Unter Druck sind höhere Kräfte zulässig.

Bitte kontaktieren Sie uns.

Bei der Betrachtung der zulässigen Axialkraft muss die Kraftübertragungsrichtung berücksichtigt werden:

-FAxt Max = Erhöhung der Lebensdauer von Lagern

+FAxt Max = Verkürzung der Lebensdauer von Lagern (nach Möglichkeit zu vermeiden)

Minimaler Eingangsdruck am Steueranschluss A(B)

Um eine Beschädigung des Motors zu vermeiden, muss ein Mindestansaugdruck im Einlassbereich sichergestellt werden.

Der Mindesteingangsdruck hängt von der Drehzahl des Konstantmotors ab.

Bitte kontaktieren Sie uns, wenn diese Bedingungen nicht erfüllt werden können.